Drucken

CERN - Exkursion 2015

Geschrieben von Natalie Mayer am .

00:30 Uhr „Guten Morgen allerseits!“

Das war vorgestern Nacht der Weckruf für die 40 Teilnehmer der diesjährigen CERN Exkursion. Nach 2 ereignisreichen Tagen, ist die ganze Truppe wieder heil und müde, aber glücklich an der Uni angekommen!

Am Donnerstag sind wir bereits in aller Frühe in die Schweiz aufgebrochen, sodass wir nach gut 9 Stunden Fahrt noch den ganzen Nachmittag und Abend den Flair Genfs genießen konnten. Neben einem Haufen Anzugträgern und überteuerten Pizzen hat die Stadt auch eine wunderschöne Seepromenade mit vielen Parks zum Relaxen zu bieten. Wir sind durch die Stadt geschlendert, haben uns von der mediterranen Atmosphäre in der Schweiz mitreißen lassen, den Ausblick vom Turm der Kathedrale über die Berge, die Stadt, die Uni und den tiefblauen Genfer See genossen und den Tag mit einem Picknick am Ufer ausklingen lassen. Dank eines Insider-Tipps ging’s danach in einen Pub voller internationaler Studenten mit Bier für – und das ist ja selbst für deutsche Verhältnisse schon ein Schnäppchen, wenn auch das Bier nicht zu vergleichen ist – nur 2CHF.

Am Freitag kam dann der Hauptteil der Exkursion: der Ausflug an das Forschungszentrum CERN. Nachdem wir von einer deutschen Physikerin einen groben Überblick über die Teilchenphysik bekommen haben, auch für uns hauptsächlich Ingenieure gut verständlich, hatten wir das große Glück, dass der berühmte Teilchenbeschleuniger wegen Reparaturarbeiten einige Tage außer Betrieb war und wir damit die Möglichkeit bekamen, einen der vier riesigen Detektoren hautnah erleben zu dürfen! Mit dem Aufzug ging es 100 Meter unter die Erde, durch etliche Sicherheitsschleusen bis hin zu dem 12m hohen Metallzylinder, der wohl einen der teuersten Versuchsaufbauten der Welt beherbergt. Zwiebelförmig sind etliche verschiedene Detektoren um das nur etwa 5cm dicke Rohr gebaut, durch das Protonen mit einer Energie von etwa 7 Billionen eV und beinahe Lichtgeschwindigkeit schießen, im Detektor aber auf den Bruchteil eines Nanometers genau an einer Stelle zusammenprallen. In beeindruckender Weise wurde uns Außenstehenden die Teilchenphysik näher gebracht, sodass unzählige Fragen aufkamen, die natürlich alle geduldig beantwortet wurden.

Nach den gut 3 Stunden, die vergingen wie im Flug, und einem gemeinsamen Gruppenbild vor dem offenen Detektor – oder zumindest einem Foto davon ;) – ging es dann wieder ab in die Heimat. Die Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Danke an alle, die dabei waren und dazu beigetragen haben, dass es 2 so tolle Tage wurden!